Aus dem Stimmkreis

Presseartikel von und über uns.

„Ohne sie wäre unsere Gesellschaft um Vieles ärmer“ Ambulanter Hospizdienst des Caritas Zentrums Traunstein feierte 25-jähriges Jubiläum

11.04.2019
Ehrung für ihr ehrenamtliches Engagement beim AHD. Von links: Caritas-Kreisgeschäftsführer Franz Burghartswieser ehrte Thomas Staufer, Maria Lackner, Ute Oetzel, Burgi Schallinger, MdL Klaus Steiner, Axel Effner und Andreas Wimmer
Ehrung für ihr ehrenamtliches Engagement beim AHD. Von links: Caritas-Kreisgeschäftsführer Franz Burghartswieser ehrte Thomas Staufer, Maria Lackner, Ute Oetzel, Burgi Schallinger, MdL Klaus Steiner, Axel Effner und Andreas Wimmer

Schwerstkranke Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt würdevoll zu begleiten ist das Selbstverständnis der Hospiz-Bewegung. Den Menschen die Möglichkeit zu geben, zu Hause in vertrauter Umgebung zu sterben und dort den letzten Abschnitt ihres Lebens verbringen zu können. Der Ambulante Hospizdienst Caritas Zentrum Traunstein hat sich diesem Ziel seit 25 Jahren verschrieben. Am Freitag Abend feierte man im Caritas Zentrum Traunstein mit vielen ehemaligen und aktiven Hospizbegleitern, Kooperationspartner, Förderern und Freunden das Jubiläum. Man wolle sich für 25 Jahre gelebtes Ehrenamt bedanken, wie es in der Einladung heißt.

Begonnen hat man dabei mit einem Wortgottesdienst in der Pfarrkirche Heilig Kreuz. Patoralreferent Hubert Gallenberger erläuterte anhand einer Meditation über Bilder der Vorsitzenden des Hospiz-Beirats Ursula Kösterke „hospizliches Wirken in den Wechselzonen des Lebens.“ Der Chor „Sumsi“ sorgte für die musikalisch-besinnlichen Töne.

In der Festveranstaltung im Caritas-Zentrum ging die Ehrenvorsitzende des AHD-Beirates, Herta Simson,  auf die Geschichte des Dienstes ein, der mit dem Besuchsdienst des Katholischen Frauenbundes in Trostberg im Krankenhaus begonnen hat, als man schwer erkrankte Menschen besuchte. Dort wurde deutlich, dass im Krankenhaus Strukturen für einen solchen Dienst fehlten. Der bürgerschaftlichen Bewegung aus dem Ehrenamt heraus Rechnung tragend, wurde mit finanzieller Hilfe der Caritas dann 1994 die Hospizinitiative Traunstein gegründet, wie Simson ausführte  Man bot Lebens- und Sterbebegleitung unter dem Grundsatz an: „An der Hand und nicht durch die Hand eines Menschen zu sterben.“ Vorbild für die Arbeit sie die englische Krankenschwester Cicely Saunders gewesen, die als Begründerin der modernen Hospizbewegung gilt („Nicht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben“). Anfang der Jahrtausendwende habe sich dann der Dienst etabliert. In den Jahren sei dem Thema politisch wie auch gesellschaftlich deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt worden. Die Gründung des Netzwerk Hospiz, erste Palliativzimmer im Krankenhaus folgten eine Palliativstation mit zehn Zimmern bis hin zu einem geplanten stationären Hospiz in Bernau, das sich in der Konkretisierungsphase befinde.

Enorm zugenommen hat die Zahl der ehrenamtlichen Helfer, wie Simson ausführte: Habe man 1995 mit sechs Helfern begonnen stünden nun 61 Hospizbegleiter für den ganzen Landkreis Traunstein zur Verfügung, die Hilfe im Haushalt der Schwerstkranken leisten, diese aber auch im Krankenhaus begleiten und auch den Angehörigen Unterstützung wie beispielsweise eine Trauerbegleitung anbieten. 2018 habe man 2.000 Einsatzstunden geleistet. Rückblickend erfülle sie die Entwicklung mit Dankbarkeit und Freude. „Danke an alle ehrenamtlichen Hospizbegleiter. Sie leisten mit hohem Einsatz und Engagement ihren Dienst. Ohne sie wäre unsere Gesellschaft um Vieles ärmer.“

Im Nachgang bedankte sich die Caritas bei Einzelnen für ihr langjähriges, gelebtes Ehrenamt beim Ambulanten Hospizdienst. Zehn Jahre sind Maria Lackner, Ute Oetzel, Burgi Schallinger und Thomas Staufer dabei. Sie erhielten dafür das Ehrenzeichen in Silber und Blumen. Landtagsabgeordneter Klaus Steiner wurde für zehn Jahre Mitglied im Beirat geehrt, Axel Effner, Hubert Gallenberger und Andreas Wimmer für 20 Jahre Beirats-Mitgliedschaft.

Zum Abschluss gab es an alle anwesenden Hospizbegleiter und Beiräte als Zeichen der Wertschätzung eine Rose.

Abgeordnetenbüro Klaus Steiner, MdL

Äußere Rosenheimer Straße 2
83278 Traunstein
Telefon : +49 (861) 8589
Telefax : +49 (861) 15475
E-Mail  : mdl@klaus-steiner.de